5 freie Kapitel aus Ruby Best Practices

Ruby Best Practices, aus dem OReilly-Verlag, stellt die ersten fünf Kapitel des Buches frei zu Verfügung. Der Autor Gregory Brown war schon längere Zeit daran interessiert das Buch unter Creative Common License anzubieten und OReilly hat ihm nun den Wunsch erfüllt.

 

Die Kapitel stehen einzeln im PDF Format bei Github für den Download bereit:

 
 

Das gesamte Werk ist auch als eBook bei OReilly erhältlich.

eBooks über Rails und Ruby

OReilly hat einen Teil seiner Werke auch als eBooks veröffentlich. Nutzer von IPhone und IPod Touch können neben den PDF-Versionen auch im ITunes-Store die Bücher erwerben. Diese liegen im epub-Format vor und können so bequem auf dem Gerät gelesen werden.

 

Ein weiterer Vorteil dieser Version ist, dass sie um einiges günstiger als die Papier-Variante sind.

Wir haben euch ein paar Bücher rund um das Thema Ruby und Rails rausgepickt

 

(Die iTunes-Buttons sind Affiliatelinks und öffnen die ITunes-Applikation)

Reguläre Ausdrücke: Reguläre Ausdrücke

 

Die Programmiersprache Ruby: Die Programmiersprache Ruby

 

Ruby Best Practices: Ruby Best Practices

 

Ruby Cookbook: Ruby Cookbook

 

The Ruby Programming Language: The Ruby Programming Language

 

Rails: Up and Running: Rails: Up and Running

 

RESTful Web Services: RESTful Web Services

 

Rails Cookbook: Rails Cookbook

Programming Google App Engine

As one of today’s cloud computing services, Google App Engine does more than provide access to a large system of servers. It also offers you a simple model for building applications that scale automatically to accommodate millions of users. With Programming Google App Engine, you’ll get expert practical guidance that will help you make the best use of this powerful platform. Google engineer Dan Sanderson shows you how to design your applications for scalability, including ways to perform common development tasks using App Engine’s APIs and scalable services.

You’ll learn about App Engine’s application server architecture, runtime environments, and scalable datastore for distributing data, as well as techniques for optimizing your application. App Engine offers nearly unlimited computing power, and this book provides clear and concise instructions for getting the most from it right from the source.

  • Discover the differences between traditional web development and development with App Engine
  • Learn the details of App Engine’s Python and Java runtime environments
  • Understand how App Engine handles web requests and executes application code
  • Learn how to use App Engine’s scalable datastore, including queries and indexes, transactions, and data modeling
  • Use task queues to parallelize and distribute work across the infrastructure
  • Deploy and manage applications with ease

jQuery Cookbook

jQuery simplifies building rich, interactive web frontends. Getting started with this JavaScript library is easy, but it can take years to fully realize its breadth and depth; this cookbook shortens the learning curve considerably. With these recipes, you’ll learn patterns and practices from 19 leading developers who use jQuery for everything from integrating simple components into websites and applications to developing complex, high-performance user interfaces.

Ideal for newcomers and JavaScript veterans alike, jQuery Cookbook starts with the basics and then moves to practical use cases with tested solutions to common web development hurdles. You also get recipes on advanced topics, such as methods for applying jQuery to large projects.

  • Solve problems involving events, effects, dimensions, forms, themes, and user interface elements
  • Learn how to enhance your forms, and how to position and reposition elements on a page
  • Make the most of jQuery’s event management system, including custom events and custom event data
  • Create UI elements-such as tabs, accordions, and modals-from scratch
  • Optimize your code to eliminate bottlenecks and ensure peak performance
  • Learn how to test your jQuery applications

The book’s contributors include:

  • Cody Lindley
  • James Padolsey
  • Ralph Whitbeck
  • Jonathan Sharp
  • Michael Geary and Scott González
  • Rebecca Murphey
  • Remy Sharp
  • Ariel Flesler
  • Brian Cherne
  • Jörn Zaefferer
  • Mike Hostetler
  • Nathan Smith
  • Richard D. Worth
  • Maggie Wachs, Scott Jehl, Todd Parker, and Patty Toland
  • Rob Burns

Rails in a Nutshell

Rails in a Nutshell vom OReilly Verlag ist momentan frei als Online-Version verfügbar. Die Nutshell-Reihe behandelt i.d.R. Themen in einem sehr kurzen und knappen Umfang und konzentriert sich auf das Wesentliche. Daher werden diese Bücher gerne als Nachschlagewerke benutzt.

Die Autoren von Rails in a Nutshell sind Cody Fauser, James MacAulay, Edward Ocampo-Gooding und John Guenin. Das Buch geht auf die verschiedensten Bereiche von Rails ein und viele werden es sicher begrüßen ein solch kompaktes Werk zur Hnd zu haben.

Die gedruckte Version wird voraussichtlich Anfang 2010 erscheinen und soll die kommende Rails-Version 3.0 abdecken.

Auf den Seitenvon OReilly könnt ihr euch selber ein Bild von dem Buch machen: http://rails-nutshell.labs.oreilly.com/

Viel Spaß bei der Lektüre.

Scaffolding (Teil 3)

Scaffolding-Code generieren:

Codegenerierung ist die andere wichtige Form des Scaffolding. Sie generieren das Scaffolding mit dem Befehl ruby script/generate scaffold.

Führen Sie es ohne Parameter aus, um eine Beschreibung des Generators und die von ihm verwendeten Parameter zu erhalten:

> ruby script/generate scaffold
Usage: script/generate scaffold ModelName [ControllerName] [action, …]

General Options:
    -p, –pretend        Run but do not make any changes.

    -f, –force          Overwrite files that already exist.
    -s, –skip           Skip files that already exist.

    -q, –quiet          Suppress normal output.
    -t, –backtrace      Debugging: show backtrace on errors.

    -h, –help           Show this help message.
    -c, –svn            Modify files with subversion. (Note: svn must be in path)

Description:
    The scaffold generator creates a controller to interact with a model.

Sie müssen den Namen eines Modells und eines Controllers angeben. Um also das Scaffolding für den Controller und die Views unseres Photo-Modells zu generieren, müssen Sie Folgendes eingeben:

ruby script/generate scaffold photo photos

Antworten Sie mit y, wenn Sie von Rails gefragt werden, ob Dateien ersetzt werden sollen. Wenn Sie den Namen des Controllers weglassen, verwendet Rails den englischen Plural des Modellnamens. Um also das Scaffolding für slides, slideshows und categories zu generieren, geben Sie Folgendes ein:

ruby script/generate scaffold slide
ruby script/generate scaffold slideshow

ruby script/generate scaffold category

Warum Scaffolding Controller-Namen pluralisiert

Wenn Sie das Scaffolding wie folgt ausführen:

ruby script/generate scaffold Photo

erhalten Sie ein Modell namens Photo und einen Controller namens PhotosController. Sie bekommen dieses Verhalten, weil der Scaffolding-Generator zwei Parameter verlangt: das Modell und den Controller. Lassen Sie den Controller weg, pluralisiert der Generator den Namen. Oft ist das genau das, was Sie wollen, weil Rails-Controller häufig mit Kollektionen von Dingen umgehen.

Üblicherweise wollen Sie einen singulären Modellnamen. Zum Beispiel könnten Sie einen Administrations-Controller namens Admin benötigen. Wenn Sie normalerweise mit Pluralformen arbeiten, können Sie den Namen des Controllers weglassen. Wünschen Sie einen Controllernamen im Singular, müssen Sie sowohl den Modell- als auch den Controller-Namen angeben. Weitere Informationen erhalten Sie über die Scaffolding-Hilfe, wenn Sie Folgendes eingeben:

ruby script/generate scaffold

Der generierte Code

Sehen wir uns den von Rails erzeugten Controller an. Ihr Code könnte etwas anders aussehen als der hier abgebildete, das Prinzip sollte aber das gleiche sein. Öffnen Sie apps/controllers/photos_controller.rb:

class PhotosController < ApplicationController

  def index
    list
    render :action => ‚list‘

  end
  def list

    @photo_pages, @photos = paginate :photos, :per_page => 10

  end
  def show
    @photo = Photo.find(params[:id])

  end

  def new
    @photo = Photo.new

  end
  def create

    @photo = Photo.new(params[:photo])

    if @photo.save
      flash[:notice] = ‚Photo angelegt.‘

      redirect_to :action => ‚list‘
    else
      render :action => ’new‘

    end
  end
  def edit

    @photo = Photo.find(params[:id])
  end
  def update
    @photo = Photo.find(params[:id])
    if @photo.update_attributes(params[:photo])

      flash[:notice] = ‚Photo aktualisiert.‘
      redirect_to :action => ’show‘, :id => @photo

    else
      render :action => ‚edit‘
    end

  end
  def destroy

    Photo.find(params[:id]).destroy

    redirect_to :action => ‚list‘
  end
end

Wie Sie sehen, generiert Rails einen Controller für jede Methode aus Tabelle 4-1. Gehen Sie mit Ihrem Browser auf http://localhost:3000/photos und überprüfen Sie, dass der generierte Code sich genauso verhält wie der durch die scaffold :photo-Methode generierte Code.

Dennoch weicht der Code leicht ab. Statt die Views innerhalb des Controllers zu generieren, wie das die scaffold-Methode tut, enthält der Code explizit gerenderte Views in rhtml-Code. Sehen wir uns einen dieser Views an. Öffnen Sie app/views/photos/list.rhtml:

1 <% for column in Photo.content_columns %>

2 <p>

3   <b><%= column.human_name %>:</b> <%=h @photo.send(column.name) %>

4 </p>
5 <% end %>
6
7 <%= link_to ‚Bearbeiten‘, :action => ‚edit‘, :id => @photo %> |

8 <%= link_to ‚Zur&uuml;ck‘, :action => ‚list‘ %>

Dieser View wurde von der list-Methode von PhotosController erzeugt. Sehen wir uns die erste und dritte Zeile genauer an:

<% for column in Photo.content_columns %>
In der ersten Zeile geht der View jede Spalte der Datenbank durch. Vergessen Sie nicht, dass Active Record Metadaten in Photo eingefügt hat, das auch ein Array mit jeder Spalte der Tabelle umfasst. content_columns enthält alle Spalten, die für die öffentliche Ausgabe vorgesehen sind. (Sie sehen beispielsweise weder Fremdschlüssel noch die id.)

<b><%= column.human_name %>
Der View enthält einen freundlichen Namen, der als Label für das Element dient.
<%=h @photo.send(column.name) %>
Der View sendet eine Nachricht mit dem Namen der Spalte an @photo und rendert das Ergebnis. (Zum Beispiel wäre @photo.send „filename“ identisch mit @photo.filename.)

Abbildung 4-5 zeigt das Ergebnis. Der View führt alle Eigenschaften eines Photo-Datensatzes in der Datenbank auf. Die Dateinamen-Eigenschaft war von Anfang an in der Datenbank enthalten. Die Eigenschaften Erzeugt am, Thumbnail und Beschreibung wurden bereits in diesem Kapitel mit Hilfe einer Migration eingefügt. Würden wir weitere Eigenschaften hinzufügen, müssten wir im list.rhtml-View keinerlei Änderungen vornehmen, um sie mit auszugeben.

Abbildung 4-5
Dieser show-View ist dynamisch

Der show.rhtml-View spiegelt Änderungen in der Datenbank wider. Sehen wir uns nun einen View an, der etwas weniger dynamisch ist. Öffnen Sie app/views/photos/_form. rhtml:

<%= error_messages_for ‚photo‘ %>
<!–[form:photo]–>

<p><label for=“photo_created_at“>Erzeugt am</label><br/>
<%= datetime_select ‚photo‘, ‚created_at‚  %></p>

<p><label for=“photo_filename“>Dateiname</label><br/>
<%= text_field ‚photo‘, ‚filename‘  %></p>

<p><label for=“photo_thumbnail“>Thumbnail</label><br/>
<%= text_field ‚photo‘, ‚thumbnail‚  %></p>

<p><label for=“photo_description“>Beschreibung</label><br/>
<%= text_field ‚photo‘, ‚description‘  %></p>

<!–[eoform:photo]–>

Dies ist ein so genannter partieller View, und er ist für die Ausgabe eines Formulars für ein Photo in edit.rhtml und new.rhtml verantwortlich. (Sie erfahren im nächsten Kapitel mehr über partielle Views.) Die fett gedruckten Wörter sind Attribute von Photo. Weil wir zur Ausgabe des Formulars expliziten Code generiert haben, funktioniert dieser View nur mit Datenbankspalten, die bereits vorhanden waren, als wir das Scaffolding generiert haben. Hier sehen Sie einen der primären Unterschiede zwischen Scaffolding mittels Metaprogrammierung und codegeneriertem Scaffolding. Wenn Sie mit Metaprogrammierung arbeiten, spiegelt das Scaffolding Änderungen in der Datenbank wider, weil unsere scaffold :photo-Methode den Code zur Laufzeit generiert. Mit dem generierten Code erhalten wir durch das Scaffolding einen einmaligen Vorteil, müssen ihn nachfolgend aber auch pflegen.

Das Beste beider Welten

Die meisten Rails-Entwickler nutzen beide Arten des Scaffolding. Die scaffold-Methode ist hilfreich, wenn sich Ihre Active Record-Modelle schnell ändern, weil sie Änderungen an der Datenbank in der Benutzerschnittstelle wiedergibt. Später können Sie das Scaffolding nutzen und Controller und Benutzerschnittstellen mit der Zeit weiter ausbauen, wobei Sie den generierten Code als Grundlage verwenden. Die Kombination dieser beiden Techniken ist eine äußerst leistungsstarke Vorgehensweise.

Scaffolding hat aber auch seine Grenzen. Sie erhalten für jeden Zweck ein und dieselbe Benutzerschnittstelle und einen Controller. Dieser ist nicht für jeden Zweck geeignet und auch nicht vollständig. Eine der größten Schwächen des Scaffolding ist das fehlende Beziehungsmanagement. Das Scaffolding berücksichtigt bei der Codegenerierung keine Beziehungen im existierenden Modell.

Was kommt jetzt?

In diesem Kapitel haben wir Scaffolding für eine einfache Benutzerschnittstelle generiert. Aber der Scaffolding-Code hat seine Grenzen. Er berücksichtigt keine Beziehungen, d.h. Sie können die mit einer Kategorie verknüpften Photos weder sehen noch editieren, ebenso wenig die Dias in einer Diashow. Die Views sind darüber hinaus hässlich und unvollständig. Im nächsten Kapitel wollen wir diesen Problemen abhelfen. Wir verwenden das generierte Scaffolding als Basis und bauen eine umfassendere Benutzerschnittstelle auf. Photo Share entwickelt sich schnell, und so geht es auch weiter.

1Wenn Sie nicht mit uns zusammen codiert haben, nun aber damit anfangen wollen, können Sie sich den Code bis Kapitel 3 von der Webseite zum Buch (http://www.oreilly.com/catalog/rubyrails) herunterladen.

2Sie finden die eigentliche Definition im Rails-Quellcode. scaffold ist tatsächlich in ClassMethods definiert und wird als Modul in ActionController eingebunden.

Dieses Tutorial stammt aus dem Buch „Durchstarten mit Rails“ aus dem O’Reilly Verlag.
Details zu dem Buch

Alle drei Teile dieser Scaffolding-Serie steht unseren Leseren auch als PDF zur Verfügung: Downloadlink: Scaffolding_Kap4.pdf

Scaffolding (Teil 2)

Scaffolding ersetzen:

Bei vielen Frameworks (etwa denjenigen, die vollständig auf Codegenerierung basieren) übernehmen Sie die Verantwortung für die Verwaltung des Scaffoldings selbst, sobald Sie einen Teil des Scaffoldings ersetzen. Nicht so bei Rails. Sie können einen einzelnen View oder Controller modifizieren oder neu schreiben, ohne dass sich das auf den Rest des Scaffoldings auswirkt.

Fügen wir beispielsweise eine Titelseite über die index-Methode in die PhotosController-Klasse ein:

class PhotosController < ApplicationController
  scaffold :photo
  
  def index

    render_text(‚Willkommen auf der Photo Share Titelseite‘)

  end
end

Laden Sie nun http://localhost:3000/photos/index. Sie sehen die Meldung »Willkommen auf der Titelseite von Photo Share« wie in Abbildung 4-2, was zeigt, dass Sie die index-Methode überschrieben haben, die durch das Scaffolding zur Verfügung gestellt wurde.

Abbildung 4-2
Überschreiben der index-Methode

Laden Sie http://localhost:3000/photos/list, um sicherzustellen, dass der Rest des Scaffoldings noch immer intakt ist. Rails macht es einem auch leicht, einen View zu ersetzen, während das Controller-Scaffolding erhalten bleibt. Lassen Sie uns den View für die show-Aktion ersetzen. Legen Sie die Datei app/views/photos/show.rhtml an:

<h1>Photos anzeigen</h1>
<p>Dateiname: <%= @photo.filename %></p>

<%= link_to ‚Photoliste‘, :action => ‚list‘, :id => @photo %>

Sie sehen den erzeugten View in Abbildung 4-3. Wie vorhin können Sie einige Views ersetzen, während andere unangetastet bleiben. Wie Sie sehen, bleibt das Scaffolding aktiv, bis Sie es überschreiben. Ist das der Fall, verschwindet es Stückchen für Stückchen, je nachdem, wie Sie es ersetzen.

Abbildung 4-3
Überschreiben eines Scaffolding-Views
Das Scaffolding ist dynamisch

Sie können das Rails-Scaffolding nutzen, um eine einfache Benutzerschnittstelle zur Verfügung zu stellen, während Sie an Ihrem Datenbankschema arbeiten. Die Benutzer können überprüfen, ob Sie alle benötigten Daten verwenden. Sehen wir uns an, wie das Rails-Scaffolding Änderungen an einem Schema handhabt. Wir beginnen damit, zusätzliche Spalten für einen Timestamp, ein Vorschaubild (»Thumbnail«) und eine Beschreibung in die Datenbank einzufügen. Legen Sie eine neue Migration namens add_photo_columns an. Sie ändern die Definition der photos-Tabelle dann, indem Sie ruby script/generate migration add_photo_columns eingeben. Editieren Sie die resultierende Migration in db/migrate so, dass sie wie folgt aussieht:

class AddPhotoColumns < ActiveRecord::Migration
  def self.up
    add_column „photos“, „created_at“, :datetime

    add_column „photos“, „thumbnail“, :string
    add_column „photos“, „description“, :string
    Photo.find(:all).each do |photo|
      photo.update_attribute :created_at, Time.now
      photo.update_attribute :thumbnail, photo.filename.gsub(‚.‘, ‚_m.‘)

    end
  end
  def self.down

    remove_column „photos“, „created_at“
    remove_column „photos“, „thumbnail“
    remove_column „photos“, „beschreibung“

  end
end

Dieses Migrationsskript aktualisiert die Photos-Tabelle und die darin enthaltenen Daten. Nun führen Sie die Migration aus, indem Sie rake migrate eingeben und die Seite (http://localhost:3000/photos/list) im Browser neu laden. Die neuen Spalten erscheinen wie in Abbildung 4-4. Tatsächlich funktionieren alle Scaffolding-Views. Mittels Scaffolding können Sie Ihr Datenbankschema und -modell schnell anpassen, ohne sich gleichzeitig auf die Entwicklung der Benutzerschnittstelle konzentrieren zu müssen.

Abbildung 4-4
Mittels Scaffolding generierter View
Vor- und Nachteile

Sie haben gerade gesehen, wie man das Scaffolding mit Hilfe des scaffold-Tags bzw. mit Hilfe der Metaprogrammierung nutzt. Dieser Scaffolding-Ansatz hat gegenüber anderen Frameworks (etwa der Codegenerierung) einige entscheidende Vorteile:

    • Das scaffold-Tag ist dynamisch. Sie können unbesorgt an Ihrem Datenbankschema arbeiten, und die Schnittstelle passt sich automatisch an.
    • Sie können Controller-Methoden oder Views überschreiben, ohne das gesamte Scaffolding selbst pflegen zu müssen.
    • Das Scaffold-Tag ist sehr kompakt, d.h., Sie erreichen mit einer einzigen Codezeile sehr viel.

Generell bietet der Rails-Ansatz der Metaprogrammierung revolutionäre Vorteile gegenüber der Codegenerierung. Der wichtigste ist wohl, dass sich das dynamische Scaffolding kontinuierlich der Umgebung anpasst. Der Metaprogrammierungsansatz besitzt aber auch einige wesentliche Nachteile:

    • Sie wissen nicht, was passiert. Wenn Sie Rails und das Scaffolding kennenlernen, ist es von großem Nachteil, dass der Code vor Ihnen verborgen bleibt.
    • Das Verhalten des Scaffoldings könnte sich bei späteren Rails-Versionen verändern. Dieses Verhalten könnte sich als Nachteil herausstellen, wenn Ihnen Vorhersagbarkeit wichtig ist.
    • Sie können den Scaffolding-Code nicht als Basis für die weitere Entwicklung verwenden.

Aus diesen Gründen bietet Rails die Codegenerierung als Alternative zum Scaffolding an. Wir sehen uns als Nächstes an den Scaffolding-Codegenerator.

Dieses Tutorial stammt aus dem Buch „Durchstarten mit Rails“ aus dem O’Reilly Verlag.
Details zu dem Buch

Scaffolding (Teil 1)

Seit Jahrhunderten hilft das Gerüst (engl. scaffolding) Baumeistern während der frühen Bauphasen, indem es den Zugang zum Bau ermöglicht und die Konstruktion stützt. Auch Programmierer verwenden temporären Scaffolding-Code, um Struktur zu verleihen und das System zu unterstützen, bis ausgereifterer Code zur Verfügung steht. Rails automatisiert das Scaffolding, um die frühe Codierungsphase produktiver zu machen als jemals zuvor.

In nahezu jeder Ruby on Rails-Demo von fünf oder mehr Minuten Länge werden Sie sehr wahrscheinlich dem Scaffolding begegnen. Rails-Gegner lehnen dieses Feature mit der Begründung ab, dass jeglicher Scaffolding-Code wieder verworfen wird, so dass die Vorteile nur künstlicher Natur seien. In gewisser Weise haben die Gegner recht. Scaffolding-Benutzerschnittstellen sind hässlich und unvollständig. Aber das Scaffolding bietet mehr als nur billige Demoeffekte. Hier einige Vorteile:

    • Sie können Code sehr schnell generieren, um von Ihren Benutzern Feedback zu erhalten.
    • Sie sind durch schnelle Erfolge motiviert.
    • Sie können lernen, wie Rails funktioniert, indem Sie sich den generierten Code ansehen.
    • Sie können das Scaffolding als Grundlage nutzen, um Ihre Entwicklung voranzutreiben.
    • Sie können Metaprogrammierung nutzen, die sich automatisch anpasst, wenn sich die Struktur der Datenbank ändert.

In diesem Kapitel zeigen wir, wie man das Scaffolding zum Aufbau einer einfachen Benutzerschnittstelle für Photo Share nutzt. In späteren Kapiteln werden wir diese Grundlage erweitern, um unsere Anwendung weiter auszugestalten.

Die Scaffold-Methode

Wir haben bereits ein funktionierendes Modell für Photo Share vorgestellt, einschließlich Photos, Kategorien, Diashows und Dias, und wir sind in der Lage, das Schema über Active Record-Objekte innerhalb der Rails-Konsole zu verwalten. Der nächste Schritt besteht darin, das Scaffolding zu nutzen, um einfache Web-Benutzerschnittstellen für diese Klassen aufzubauen. Scaffolding bringt Sie auf Ihrem Weg ein gutes Stück weiter, generiert aber keine vollständige Anwendung. Aber das ist in Ordnung, schließlich suchen wir einen Anfang und keine vollständige Anwendung in Produktionsqualität.

Eine Liste von Photos

Beginnen wir damit, den Benutzer eine Liste von Photos über das Web verwalten zu lassen. Stellen Sie sicher, dass Sie über eine Datenbank verfügen, dass diese konfiguriert ist und dass Sie über Tabellen mit Modellobjekten für Dias, Diashows, Kategorien und Photos verfügen.1 Wenn Ihr Server nicht läuft, starten Sie ihn wie üblich über ruby script/server. Besuchen Sie mit Ihrem Browser http://localhost:3000/, um sicherzustellen, dass die Dinge funktionieren. Sie sehen die Rails-Willkommensseite, wenn alles richtig funktioniert. Nutzen wir nun das Scaffolding.

Wir bauen unsere »Gerüste« mit Hilfe der scaffold-Methode auf. Diese Methode gehört zum Controller, weshalb wir einen Controller namens Photos anlegen müssen:

ruby script/generate controller Photos

Fügen Sie die scaffold :photo-Methode wie folgt in photo_controller.rb ein:

class PhotosController < ApplicationController

  scaffold :photo
end

Das war’s schon – Rails erledigt den Rest. Laden Sie nun die URL http://localhost:3000/photos, um sich das Scaffolding in Aktion anzusehen. Sie sehen eine Liste mit Photos, zusammen mit Links zum Anlegen neuer Photos, zum Editieren existierender Photos und zur Präsentation der vorhandenen Photos. Mit der einfachen Anweisung scaffold :photo erhalten Sie alle Seiten, die in Abbildung 4-1 aufgeführt sind. Das Scaffolding generiert überraschend vollständigen Controller- und View-Code. Um eins klarzustellen: Das Scaffolding erzeugt keinen produktionsfähigen Code, bietet aber einen guten Ausgangspunkt. Der nächste Abschnitt zeigt, wie das Scaffolding funktioniert.

Wenn Sie beim Zugriff auf die Anwendung die folgende Fehlermeldung erhalten, dann haben Sie den Server nicht neu gestartet:
Mysql::Error in Photo#list
Access denied for user: ‚root@localhost‘ (Using password: NO)

Abbildung 4-1
Scaffolding generiert alle vier Views

Mehr Metaprogrammierung

scaffold :photo erledigt die ganze Arbeit. scaffold ist eine Methode von ActionController.2 :photo ist ein Symbol, das das Active Record-Modell festlegt, das Rails für dieses Scaffolding benutzt. Wenn Sie diese Methode angeben, fügt Rails Ihrem Controller die neun Methoden aus Tabelle 4-1 hinzu. Vier dieser Methoden geben Views aus. Zusammen bilden diese Methoden eine einfache CRUD-Schnittstelle für Ihr Active Record-Modell (basierend auf dem Objektmodell). Innerhalb des Modells enthält das @@content_columns-Attribut Informationen zu jeder Spalte der Datenbank.

Tabelle 4-1

Die scaffold :target-Methode eines Rails-Controllers erzeugt die folgenden Methoden im Controller 

Methoden

Aufgabe

View

index

Generiert eine Willkommensseite. Standardmäßig wird index auf die list-Controller-Aktion umgeleitet. Standardmäßig ruft Rails auch die index-Aktion auf, wenn der Benutzer einen Controller angibt, aber keine Aktion.

Nein
list

Generiert einen View mit einer paginierten Liste von ziel-Objekten, wobei das Ziel-Objekt das Modellobjekt für das Scaffolding ist.

Ja
create(ziel)

Erzeugt und speichert ein Active Record-Objekt aus dem Ziel-Objekt.

Nein
new

Generiert einen View, um ein neues Controller-Objekt zu erzeugen.

Ja
edit(id)

Generiert einen View, um das Ziel-Objekt mit der angegebenen id zu editieren.

Ja
update(id)

Aktualisiert das Active Record-Ziel-Objekt mit der angegebenen id.

Nein
show(id)

Generiert einen View, um ein Objekt auszugeben.

Ja
destroy(id)

Zerstört das Objekt vom Typ ziel mit der angegebenen id.

Nein
render_scaffold

Generiert einen Standard-View für die View-Methoden, wenn kein .rhtml-View vorhanden ist.

N/A

Die meisten der Methoden aus Tabelle 4-1 rufen letztendlich die render_scaffold-Methode auf, die überprüft, ob Sie den entsprechenden View hinzugefügt haben. (Denken Sie daran, dass Rails-Views standardmäßig den gleichen Namen besitzen wie die Controller-Methode.) Ist das der Fall, verwendet Rails Ihre Views. Andernfalls stellt der Controller Standard-Views zur Verfügung.

Dieses Tutorial stammt aus dem Buch „Durchstarten mit Rails“ aus dem O’Reilly Verlag.

Details zu dem Buch

Durchstarten mit Ruby On Rails

Gehört hat wohl jeder schon vom Open Source Framework Ruby on Rails und wer datenbankgestützte Web-Anwendungen entwickelt, wird sich öfters mal Gedanken darüber gemacht haben, Ruby On Rails einzusetzen — also dann, los geht’s, denn Bruce A.

Tate und Curt Hibbs fegen mit Durchstarten mit Ruby On Rails alle Entschuldigungen länger zu warten einfach weg.

Sieben Kapitel, etwa 140 Seiten — dass ist schnell. Funktioniert aber, wenn man als Leser mit macht. Tate und Hibbs zielen auf gestandene Programmierer, die einen konkreten Überblick benötigen, um dann selbstständig mithilfe von Referenzhandbüchern ihre eigenen Bedürfnisse und Projekt mit Ruby on Rails umzusetzen. Anhand eines Projektes, das sie Schritt für Schritt mit dem Leser durchgehen, vermitteln sie die Grundlagen und die wichtigsten Stützen von Ruby on Rails — zusätzliche Schwerpunkte dabei sind Migrations und Ajax.

Tate und Hibbs haben sich in Durchstarten mit Ruby On Rails an der Ruby on Rails-Philosophie orientiert: „Quick and dirty“ ohne das „dirty“ — einfach, konkret übersichtlichmit einem klaren und soliden Ergebnis am Ende. Wer sich mit Programmierkenntnissen, aber ohne Ruby-Erfahrung schnell und ergebnisorientiert in das Framework einarbeiten will, macht hier zwei Schritte in einem. –Wolfgang Treß

phlow.net, April 2007
„Die neu erschienene Publikation „Durchstarten mit Ruby on Rails“ aus dem Hause O’Reilly ist ein sehr geradliniger Einstieg in die erste eigene Anwendung mit Ruby on Rails. Das Buch ist ein ausführliches Tutorial, das ohne Umschweife direkt zur ersten Anwendung führt.“

  • Taschenbuch: 173 Seiten
  • Verlag: (2008-07-03 )
  • Preis: 24.90 €
  • Sprache: german
  • ISBN-10: 3897214814
  • Autor(en): Bruce Tate, Curt Hibbs
  • kaufen

Starthilfe bei der Entwicklung durch Scaffolding

Sie haben eine gute Vorstellung von einem neuen Projekt und haben eine grundlegende Datenbank entworfen. Sie wollen eine grundlegende Rails-Anwendung schnell ans Laufen bringen.

Lösung

Sobald Sie Ihre Datenbank angelegt und Rails für die Kommunikation mit der Datenbank konfiguriert haben, können Sie Rails das generieren lassen, was als Scaffolding bezeichnet wird. Scaffolding generiert eine grundlegende CRUD-Webanwendung (»Create, Read, Update and Delete«, zu Deutsch etwa »Anlegen, Lesen, Aktualisieren und Löschen«), einschließlich des Controller- und View-Codes, der mit Ihrem Modell interagiert. Wenn Sie Scaffolding generieren, erhalten Sie eine voll funktionsfähige, wenn auch grundlegende Webanwendung, die als Ausgangspunkt für die weitere Entwicklung dienen kann.

Es gibt zwei Möglichkeiten, das Scaffolding unter Rails zu generieren. Die erste besteht darin, Rails den gesamten für die Anwendung benötigten View- und Controller-Code hinter den Kulissen dynamisch generieren zu lassen. Sie erledigen das mit Hilfe der scaffold-Methode des Action Controllers. Die zweite Möglichkeit ist der Einsatz des Rails Scaffolding-Generators für die Generierung des Scaffolding-Codes in Ihrem Anwendungsverzeichnis.
Um zu zeigen, wie das Scaffolding funktioniert, wollen wir eine Rails-Anwendung anlegen, die eine Liste von Programmiersprachen zusammen mit einer Beschreibung speichert. Wir beginnen mit der Einrichtung Ihrer Datenbank. Generieren Sie ein Datenbank-Migrationskript mit:

$ ruby script/generate migration build_db
 
Das generiert eine Datei namens 001_build_db.rb im db/migrate-Verzeichnis Ihrer Anwendung. Öffnen Sie diese Datei, und fügen Sie Folgendes hinzu:
db/migrate/001_build_db.rb:
class BuildDb < ActiveRecord::Migration
 


  def self.up

    create_table :languages, :force => true do |t|

      t.column :name, :string 

      t.column :description, :string 

    end

  end

 


  def self.down
 
    drop_table :languages

  end

end
 
Führen Sie dieses Migrationsskript aus, um die languages-Tabelle in Ihrer Datenbank aufzubauen:

$ rake db:migrate
 
Sobald Ihre Datenbank angelegt worden ist und die Rails-Anwendung die Verbindung zu ihr herstellen kann, gibt es zwei Möglichkeiten, das Scaffolding zu generieren. Die erste besteht in der Verwendung der scaffold-Methode. Legen Sie ein Modell namens language.rb an:
$ ruby script/generate model language
 
Nun legen Sie einen Controller namens language_controller.rb an:
$ ruby script/generate controller language

 
Diese beiden Generatoren zeigen Ihnen, welche neuen Dateien zu Ihrer Rails-Anwendung hinzugefügt wurden. Öffnen Sie den neu angelegten language-Controller, und fügen Sie den folgenden Aufruf in die scaffold-Methode ein:
app/controllers/language_controller.rb:

class LanguageController < ApplicationController

  scaffold :languages

end
 
Hier übergeben Sie der scaffold-Methode ein Ihr Modell repräsentierendes Symbol, in diesem Fall also :languages. Dieser einzelne Aufruf weist Rails an, den gesamten Code zu generieren, der notwendig ist, um CRUD-Operationen auf die languages-Tabelle anzuwenden.

Um sich das Ergebnis anzusehen, starten Sie Ihren Webserver mit:
$ ruby script/server
 
und bewegen sich mit dem Webbrowser an http://localhost:3000/language.

Die zweite Möglichkeit für den Einsatz des Rails-Scaffoldings bietet der scaffold-Generator. Wenn Sie das Scaffolding mit Hilfe des Generators erzeugen, müssen Sie nicht explizit ein Modell oder einen Controller anlegen, wie das bei der vorigen Technik der Fall war. Sobald die Datenbank eingerichtet und konfiguriert ist, führen Sie einfach den folgenden Befehl im Stammverzeichnis Ihrer Anwendung aus:
$ ruby script/generate scaffold language
 
Dieser Befehl erzeugt eine Reihe physikalischer Dateien innerhalb Ihres Anwendungsverzeichnisses, einschließlich der Modell-, Controller- und einer Reihe von View-Dateien. Die Ergebnisse dieser Scaffolding-Technik sind, aus Sicht des Browsers, identisch mit dem ersten Ansatz. Sie erhalten eine grundlegende, funktionierende Webanwendung, die als Basis für die weitere Entwicklung dienen kann.

Diskussion

Viele Leute lassen sich dazu verführen, Rails einmal auszuprobieren, nachdem sie Videos über die unglaublich schnelle Codegenerierung gesehen haben. Andere fühlen sich durch die Vorstellung, dass ein Framework automatisch Code generiert, eher abgestoßen.
Bevor Sie basierend auf dem Scaffolding ein Urteil über Rails abgeben, müssen Sie verstehen, welcher Code für Sie generiert wird (und wie) und wie das Scaffolding in der realen Rails-Entwicklung eingesetzt wird.

Die meisten erfahrenen Rails-Entwickler betrachten das Scaffolding bloß als hilfreichen Einstieg. Sobald das Scaffolding erzeugt wurde, generieren sie den Großteil der Anwendung von Hand. Für Rails-Neulinge kann das Scaffolding eine unverzichtbare Lernhilfe sein, insbesondere wenn der Scaffolding-Code mit der generator-Technik erzeugt wurde. Der generierte Code enthält sehr viel Rails-Code, der die Verwendung der gängigsten Bereiche des Frameworks demonstriert.

Abbildung 2-1 zeigt einige Screenshots der Art von Interface, die durch das Scaffolding generiert wird.

Abbildung 2-1

Durch Rails generiertes CRUD-Scaffolding

Eine einfache Möglichkeit, das Standardaussehen etwas aufzupeppen, bietet die Modifikation des Standard-Stylesheets. Wie Sie sehen können, ist das Design dieser Seiten ohne Anpassungen bestenfalls für die Backend-Administration geeignet.

Dieses Rezept stammt aus dem Rails Kochbuch, veröffentlicht beim O’Reilly Verlag